Fehlercodes auslesen 700er/900er (ab LH 2.4)
Letzte Änderung am: 02.10.2005

Hinweis:

Diese Anleitung ist nach bestem Wissen und Gewissen verfasst, jedoch kann ich keinerlei Garantie für die absolute Korrektheit dieser Anleitung übernehmen. Für Schäden, die durch das Befolgen dieser Anleitung entstanden sind, hafte ich nicht!
Das Arbeiten nach dieser Beschreibung erfolgt auf eigene Gefahr und eigenes Risiko!
Irrtümer und Änderungen vorbehalten.


Inhalt

  1. Hat mein Auto eine Diagnosebox?
  2. Wo ist die Box?
  3. Wie lese ich Fehlercodes aus?
  4. Bedeutung/Liste der Fehlercodes
  5. Wie lösche ich den Fehlerspeicher?

  1. Folgende Modelle der 700/900er Reihe sind mit dem Diagnosegerät ausgerüstet:

    • 700er mit 4-Zyl.-Saugmotoren (z.B. B230F) ab Modelljahr 1989
    • 900er mit 4-Zyl.-Saugmotoren (z.B. B230FB) ab Modelljahr 1990
    • 700er und 900er mit 4-Zyl.-Turbomotoren (z.B. B230FT) ab Modelljahr 1990
    • 960er bis einschl. Modelljahr 1995
    • 900er mit 6-Zyl.-Diesel späte Modelle (ab ca. Modelljahr 1997??)
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  3. Wo finde ich die Diagnosebox?

    Das Diagnosegerät "A" befindet sich im Motorraum in der Nähe des fahrerseitigen Federbeinturmes. Entweder an einer Verstrebung zwischen Spritzwand und Federbeinturm (siehe Abbildung), oder auch oft auch an einer Halterung direkt am Federbeinturm.

    Einige Modelle sind - je nach Ausrüstungsstatus - mit einer zusätzlichen Diagnosebox "B" ausgestattet. Diese befindet sich direkt neben "Box A" und hat keinen eigenen Prüfstecker und keine Taste. Es wird hier die Taste und der Stecker von "Box A" verwendet.

  4. »nach oben!«


  5. Wie lese ich Fehlercodes aus (Kontrollfunktion 1)?

    1. Deckel der Diagnosebox abnehmen. Es kommen eine LED, eine kleine Taste und sechs Prüfbuchsen zum Vorschein (bei "Box B" nur Prüfbuchsen siehe oben).

    2. Dann das am Deckel der Box befestigte Prüfkabel in die entsprechende Buchse des zu prüfenden Ausgangs stecken.

      Übersicht Prüfausgänge:

      Box A:
      1: Automatikgetriebe
      2: Kraftstoffanlage
      3: ABS
      5: TCU (Turbo Control Unit)
      6: Zündanlage
      7: Kombinationsinstrument

      Box B: (vorhanden je nach Ausrüstungsstatus)
      1: Klimaautomatik
      2: Tempomat
      5: SRS (Airbag)
      6: elektrische Sitzverstellung
      7: Standheizung

      Es sind nicht bei allen Fahrzeugausführungen alle Prüfbuchsen belegt, ein Fahrzeug ohne ABS verfügt natürlich nicht über die dazugehörige Buchse usw.
      Allerdings gilt der Umkehrschluss, dass alle Fahrzeuge mit ABS eine dazugehörige Diagnosebuchse besitzen, ebenfalls nicht. ;) Das ist dann noch einmal vom Modelljahr abhängig.
      Bei vielen Modellen sind nur die Buchsen 2 (Kraftstoffanlage) und 6 (Zündanlage) belegt.

    3. Zündung auf Stufe 2 stellen.
    4. Die Taste einmal drücken (länger als 1 Sekunde, aber maximal 3 Sekunden!). Dadurch wird die Kontrollfunktion 1 (=Fehlercodes auslesen) ausgewählt.
    5. LED beobachten und die Blinkzeichen merken/notieren.

      Der Störcode ist folgendermaßen aufgebaut:

      Ein Störcode besteht aus einer dreistelligen Zahl, die über die LED "ausgeblinkt" wird. Jede Stelle besteht aus ein oder mehreren Blinksignalen, die in kurzem Abstand ausgeblinkt werden. Nachdem eine Stelle ausgegeben wurde, erfolgt eine Pause von drei Sekunden. Dann folgt die nächste Stelle.

      Hier ein Beispiel:

    6. Nach erfolgtem Auslesen noch einmal die Taste drücken um zu prüfen, ob weitere Fehlercodes gespeichert sind. Maximal können drei Codes gespeichert werden. Wiederholt sich der erste Störungscode, sind keine weiteren Codes im Speicher vorhanden.
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    8. Fehlerspeicher löschen

      Der Fehlerspeicher kann nur gelöscht werden, wenn alle Fehlercodes des jeweiligen Prüfausganges bereits einmal angezeigt wurden.

      Vorgehensweise:

      1. Zündung auf Stufe 2 stellen. (Prüfkabel steckt in der entsprechenden Buchse!)
      2. Alle Fehlercodes wie oben beschrieben nochmals auslesen.
      3. Dann Taste länger als 5 Sekunden gedrückt halten. Taste loslassen. Nach ca. 3 Sekunden leuchtet die LED auf.
      4. Taste erneut länger als 5 Sekunden betätigen, loslassen, die LED erlischt.

      Die Fehlercodes sollten nun gelöscht sein. Um sicher zu gehen kann der Fehlerspeicher erneut wie oben beschrieben ausgelesen werden. Wird 1-1-1 ausgegeben sind alle Codes gelöscht.

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